Kaum eine Auslandstochter gehört länger zum Unternehmen als VEGA Belgien: Seit  nunmehr exakt 50 Jahren. Ihr großes Jubiläum feierte sie jetzt mit vielen Mitarbeitenden und Gästen der Branche, und dabei lüftete sie auch einen Teil ihres Erfolgsgeheimnisses.

Exakt ein halbes Jahrhundert lang gibt es VEGA Belux, das für Belgien und Luxemburg zuständige Tochterunternehmen. Seinen Sitz hat es heute in Zellik, einer kleinen, aber intensiv wachsenden Gemeinde vor den Toren von Brüssel. Im Spätherbst feierten die Mitarbeitenden jetzt gemeinsam mit vielen Kunden und der dreiköpfigen Geschäftsführung des deutschen Stammsitzes ihr Jubiläum und bedankten sich zugleich bei den langjährigen Partnern und Weggefährten.

Belgiens Gespür für Trends
Geschäftsführer Peter Leemans nutzte das festliche Ambiente, um vor annähernd 250 Gästen Wegmarken und Meilensteine Revue passieren zu lassen. Für seine Zuhörer kristallisierten sich zwei Faktoren heraus: Über 50 Jahre lang war die Unternehmenskultur in Belgien ganz wesentlich geprägt von personeller Kontinuität. Dies jedoch immer in Verbindung mit viel Gespür für die richtigen Trends. Beides hätte seinen Teil zum Erfolg beigetragen.
In die frühen Jahre der internationalen Tochter fiel die VEGA-Erfindung des ersten Messgeräts, das mit Strom arbeitete. Das patentierte Konstruktionsprinzip wurde bald weltweit zum Vorbild. Über weitere Innovationen, Patente und Entwicklungen führten Leemans Ausführungen zum vorerst finalen Highlight in der VEGA-Geschichte. Denn genau 50 Jahre später setzt VEGA erneut Standards mit dem ersten Radar-Füllstandsensor, der mit der hohen Frequenz von 80 GHz misst. So ließ Leemans es sich nicht nehmen, den VEGA-Geschäftsführern Isabel Grieshaber, Günter Kech und Rainer Waltersbacher eine besondere Trophäe zu überreichen: Ganz offiziell als „Best product of the decade“ gekürt, darf sich der noch junge Radarsensor VEGAPULS 64 mit seinen mittlerweile 6-stellligen Verkaufszahlen nun noch selbstbewusster aufmachen, weitere Umsatzmarken zu reißen.

Mit nur einem Führungswechsel
Durch den Lauf der Jahrzehnte hielten insgesamt nur zwei Geschäftsführer die belgischen Zügel in der Hand. André Koldrasinski steuerte VEGA seit 1973 nach vorne und übergab seine Leitungsposition erst, als er 2010 in den Ruhestand ging. Zu seinen großen Erfolgen zählte der Vertrieb von 900 der damals neuen Ultraschallsensoren VEGASON 186 innerhalb nur einen Jahres nach Verkaufsstart. Nicht nur erreichte Belgien damit die weltweit höchste Anzahl verkaufter Geräte. Auch nutzte Koldrasinski dies zum Anlass, um eine erste belgische Trophäe in Richtung VEGA-Stammsitz in Schiltach zu senden. Der VEGASON avancierte zum „Best innovation of the year“ – und sein Pokal sicherte sich einen festen Platz im Langzeitgedächtnis seiner Empfänger. Mit Nachfolger Peter Leemans war ganz offensichtlich die richtige Wahl getroffen. Dieser führt die Niederlassung seither unter gleichen Vorzeichen zu immer größerem Umsatzzuwachs. 2017 schloss VEGA Belux mit dem Rekord von 7 Millionen Euro ab, womit es die beiden „kleinen Länder“ auf beinahe zwei Prozent weltweit bringen.

Ein Synonym für Einfachheit
Wer so langfristig aufgestellt ist, der kennt seine Märkte. Womöglich erkennt er sogar Trends den entscheidenden Tick früher, als manch anderer. Peter Leemans zeigte sich in seiner Rede überzeugt, dass die VEGA-Philosophie des „Einfachen“ schon 1985 mit der Baugruppe der VEGATOR Serie 500 umgesetzt wurde. Die Füllstandgrenzschalter seien konsequent modular realisiert worden. Sie schufen flexible Einsatzmöglichkeiten im bis dahin nicht bekannten Umfang. Nur folgerichtig baue VEGA seit 2003 sämtliche Sensoren auf Basis einer modularen Geräteplattform im sogenannten plics®-Design. „plics®,“ ist  Leemans überzeugt, „konnte sich für die Branche zum Synonym für Einfachheit entwickeln.“ Auf dieser Basis sind technische Entwicklungen, wie etwa die drahtlose Bluetooth-Kommunikation, für VEGA-Sensoren auch heute noch abwärtskompatibel bis in das Gerätebaujahr 2003 möglich. „VEGA hat sich damit einen einzigartigen Vorteil geschaffen. Nicht nur in Belgien werden wir auch in Zukunft noch davon profitieren!“